Lumboischialgie – Gleich zwei Schmerzquellen


Das Krankheitssymptom Lumboischialgie stellt die Verschmelzung zweier unterschiedlicher Schmerzzuständen da und zwar der Lenden und des Beckens. So handelt es sich bei einer Lumbago, welche volkstümlich als „Hexenschuss“ bezeichnet wird, um plötzlich einsetzende, stechende Schmerzen in Höhe der Lendenwirbelsäule.

Diese punktuell begrenzten Beschwerden sind oftmals die Folge ungewohnter ruckartiger Bewegungen. Eine Ischialgie ist durch starke, ausgedehnte Schmerzen charakterisiert, welche sich vom oberhalb des Gesäßes liegenden Kreuzbein über den Oberschenkel bis in die Kniekehle erstrecken.

Diese Reizung des Ischiasnervs ist den meisten Schwangeren nur zu gut bekannt. Bei einer Lumboischialgie beginnen die Schmerzen im Lendenwirbelsäule, ziehen sich über die Außenseite des Oberschenkels und erstrecken sich, je nach Schweregrad, bis zur Kniekehle des Erkrankten oder erfassen das gesamte Bein. Der Schmerz ist außerordentlich heftig, ausstrahlend und typischerweise auf eine Körperhälfte begrenzt.

Welches Krankheitsbild verursacht diese Schmerzen?

Bei einer Lumboischialgie handelt es sich nicht um eine eigenständige Krankheit, vielmehr liegt diesen Schmerzen eine ernsthaftere Schädigung im Bereich der Wirbelsäule zugrunde. So leiden die Betroffenen oftmals unter einem Bandscheibenvorfall oder ihr Rücken zeigt krankhafte Knochen- und Gelenkveränderungen in Höhe der Lendenwirbel. Oftmals liegt auch ein Gelenkverschleiß in dieser Körperregion vor. Eine Lumboischialgie tritt bevorzugt ab dem fünften Lebensjahrzehnt auf und kann in den meisten Fällen nicht mehr vollständig und ursächlich therapiert werden. Doch hat die moderne Medizin gerade in den letzten Jahren zahlreiche lindernde Medikamente und therapeutische Heilverfahren entwickelt, um den Patienten wieder Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft frei von unerträglichen Schmerzen zu ermöglichen.

Abgestuftes Therapieprogramm bei Lumboischialgie

Um die Gefahr einer schmerzbedingten Fehlhaltung zu vermeiden und dem Patienten wieder zu Lebensqualität zu verhelfen, ist die akute Schmerzbekämpfung das vordringliche Ziel. Dafür stehen dem Arzt moderne Antirheumatika sowie muskelentspannende Injektionen zu Verfügung. In besonders ausgeprägten Fällen kann die zusätzliche Gabe von Kortison das Leiden zumindest kurzfristig deutlich lindern.

Danach kann die Physiotherapie mit gezielten Anwendungen zu einer längerfristigen Besserung des Leidens beitragen. So wird der Betroffene auf dem sogenannten Schlingentisch in eine schwerelose und damit entspannende und schmerzlindernde Position gebracht. Auf diese Weise kann der Therapeut mit verschiedenen Dehnübungen gute Fortschritte erzielen.
Auch der Einsatz der Elektrostimulation wirkt entspannend auf die oft krampfhaft verhärteten Muskeln. Bei sehr ausgeprägten Bandscheibenvorfällen verschafft hingegen nur ein operativer Eingriff Linderung.

Ursachen und Symptome von einer Lumboischialgie

Zu den häufigsten Ursachen der Lumboischialgie gehört der Bandscheibenvorfall an den Kreuzbein- oder Lebenwirbeln. Aber auch Zysten an den Wirbelgelenken oder Entzündungen direkt am Ischiasnerv können hierfür verantwortlich sein. Abnutzbedingte Verengungen an den Austrittslöchern der Nerven führen jedoch auch in manchen Fällen zu einer Lumboischialgie.


Zu den wichtigsten Symptomen gehören Schmerzen, die von der Lendenwirbelsäule ins Bein ausstrahlen. In der Regel werden diese vom unteren Rückenbereich über das Becken in den Unterschenkel bis hin zum Fuß geleitet, sodass quasi Schmerzen im ganzen Körper entstehen können. Prinzipiell werden die Schmerzen als stechend oder reißend empfunden. In einigen Fällen werden diese als sehr heftig empfunden, sodass man sich gar nicht mehr bewegen möchte. Die Bereiche, die schmerzen, können außerdem kribbeln oder sich taub anfühlen. Weiterhin werden Berührungen weniger stark aufgenommen, als üblicherweise. Die Bewegungsfähigkeit kann also erheblich eingeschränkt werden. Drehen oder Bücken geht in den meisten Fällen gar nicht oder nur erschwert. Weiterhin kann es sein, dass gerades oder aufrechtes Stehen als unmöglich empfunden wird. Die Schmerzen sind so extrem, dass oftmals eine seitwärts gekrümmte Schonhaltung eingenommen wird. Auch mit dem Wasserlassen oder beim Stuhlgang können Probleme auftreten. Im schmerzenden Bereich kann es zu Gefühlsstörungen kommen. Die Muskeln werden sich besonders am unteren Rücken verspannen, sodass eine Massage ratsam wäre.

Lumboischialgie, Ischiasnerv von videohilfe

Bitte suchen Sie einen Arzt für weitere Informationen für Therapie Formen nach einem Hexenschuss auf sollten Rückenschmerzen wieder auftreten.