Bandscheibenvorfall


Ein Bandscheibenvorfall ist eine der häufigsten, ernsten Störungen und er beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden des Erkrankten, sondern er kann fatale Folgen für dessen Gesundheit und Leben haben. Im Laufe der Evolution entwickelte sich beim Menschen der aufrechte Gang. Aber für diesen aufrechten Gang, der ihn unter den anderen Säugetieren hervorhebt, muss der Mensch auch einen gesundheitlichen Preis zahlen. Viel Gewicht lastet auf dem knöchernen Skelett und den dazugehörigen Muskeln, Sehnen, Nerven, Blutgefäßen und dem Gewebe. Dieser ganze Apparat ist nicht nur dem eigenen körperlichen Gewicht ausgesetzt, sondern einzelne Bewegungen des Körpers erfordern auch das komplizierte Zusammenspiel aller beteiligten Körperpartien, wie beispielsweise beim Ischiasnerv.

Ein Bandscheibenvorfall kann chronisch oder akut verlaufen

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall

Hinter dem Begriff Bandscheibenvorfall verbergen sich dabei eine Reihe von auslösenden Faktoren. Der Bandscheibenvorfall ist immer eine sehr ernst zu nehmende Krankheit. Er kann akut oder auch chronisch auftreten und wird in der Regel von einem Orthopäden oder einem Osteopathen behandelt. Die familiäre Disposition zu Schwächen des Bewegungsapparats kann eine spätere Erkrankung fördern, wenn noch andere Faktoren ins Spiel kommen. Schlechte Haltung und kontinuierlich falsche Bewegung können beispielsweise eine Neigung zum Bandscheibenvorfall begünstigen:


  • Sitzende Tätigkeit und Bewegungsmangel
  • Mangelversorgung mit Vitaminen und Mineralien
  • fehlende Sonneneinstrahlung

sind weitere Gründe für eine mögliche Disposition zum späteren Bandscheibenvorfall. Dazu kann schwere körperliche Arbeit wie das Schleppen von Lasten kommen. Auch schwangere Frauen und ältere Menschen können einen Bandscheibenvorfall erleiden.

Beim Vorfall treten beispielsweise Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal vor, was der Mediziner mit Protrusion bezeichnet. Dies führt zu einer Instabilität des ganzen Gefüges und zu Druck auf das vorgelagerte Rückenmark. Reisst hingegen der Faserknorpelring der Bandscheibe, dann spricht der Schulmediziner von einem Prolaps oder einem sogenannten subligamentären Bandscheibenvorfall.


Nerven spielen eine große Rolle bei der Erkrankung und man definiert diese auch als Nervenwurzelkompression. Nerven und Nervenbahnen sind überhaupt bei dieser akuten oder chronischen Erkrankung immer beteiligt und in Mitleidenschaft gezogen.
Des Menschen größter Nerv, der Nervus Ischiadis (Ischias – Ischiasnerv), besteht eigentlich aus mehreren Teilnerven, die von der Rückenpartie bis in den Fuß reichen. Der starke, aber auch sehr schmerzempfindliche Ischiasnerv ist für das reibungslose Zusammenspiel der Bewegung des Unterkörpers unabdingbar.

Bei einem Bandscheibenvorfall ist der Ischiasnerv fast immer betroffen.

Ein Bandscheibenvorfall ist keine Lappalie

Die geringste Veränderung an der Wirbelsäule sollte immer von einem Arzt untersucht werden. Denn nur dieser kann feststellen, um welche Art von gesundheitlicher Störung es sich dabei handelt. Der Zeitfaktor kann bei degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates eine große Rolle spielen und latente, degenerative Veränderungen können jederzeit in ein akutes Stadium übertreten. Sie sind dann immer schwerer zu behandeln als bei der rechtzeitigen Versorgung und Therapie.

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